JA-Worte. Das Traumich-Magazin.

An dieser Stelle veröffentlicht das Traumich-Team Einblicke in die wunderbare Welt der freien Trauungen.

Abseits der Kirche: Besondere Orte zum Heiraten

228 Eheleute hat das 20-köpfige Team von «Traumich» im vergangenen Jahr begleitet. Die Spezialisten für freie Trauungen gestalten individuelle Hochzeitszeremonien und verraten ebenso einzigartige Orte für ein aussergewöhnliches Fest.

Auf dem Campingplatz

Ein Fest in ungezwungener Atmosphäre draussen in der Natur. Die Kinder spielen auf der Wiese und die Erwachsenen sitzen bis in die frühen Morgenstunden vor dem knisternden Lagerfeuer. Die Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort sorgen dafür, dass die Gäste länger am Fest verweilen. Eine Hochzeit auf einem Camping- oder Zeltplatz ist nicht nur gemütlich, sondern auch finanziell attraktiv.

Unser Tipp: Camping Wagenhausen TG

 

An der Universität

Viele Paare lernen sich während der Studienzeit kennen. Wieso nicht in alten Erinnerungen schwelgen und die Feier auf dem Gelände der Universität veranstalten? Es muss natürlich nicht im stieren Vorlesungssaal sein, sondern beispielsweise in der Bibliothek oder dem Garten. Nur wenige Universitäten vermieten diese Räume offiziell. Auf Anfrage ist allerdings Einiges möglich.

Unser Tipp: Haus der Universität Bern BE

 

In einem Schwimmbad

Wer im Sommer heiratet, kann an einem sonnigen Tag ganz schön ins Schwitzen kommen. Da wäre allen Gästen eine Abkühlung recht. Wer auf dem Areal eines Schwimmbades feiert, kann diesem Wunsch nachkommen. Auf der Einladung beim Dresscode die Badekleidung nicht vergessen.

Unser Tipp: Seebad Enge ZH

Unser Tipp für trockene Füsse: Neubad Luzern LU

 

Auf einer Insel

Es muss nicht die ferne Südsee sein, auch in der Schweiz gibt es traumhafte Inseln. Nicht nur die Feier auf dem Eiland klingt romantisch, sondern auch die Überfahrt mit Boot. Weisse Sandstrände und Muscheln gibt es zwar nicht, aber Feriengefühle wecken die kleinen Inseln trotzdem.

Unser Tipp: Schwanau Lauerz SZ

Unser Tipp im Süden: Isole di Brissago TI

 

In einem Museum

Viele Museen sind zentral aber dennoch idyllisch gelegen, architektonisch interessant gebaut und verfügen über eine gute Infrastruktur. Ideale Voraussetzungen für ein aussergewöhnliches Hochzeitsfest.

Unser Tipp: Mühlerama Zürich ZH

Unser nicht ganz so zentraler Tipp: Vitra Campus Weil am Rhein DE

 

Im Kino

Ein «Happy End» ist nicht nur Hollywood vorbehalten. Auch in der Schweiz lässt es sich filmreif feiern. Statt einer langweiligen Fotoshow rattert die Liebesgeschichte packend über die Leinwand oder rührt als romantische Schnulze zu Tränen. Eine Hochzeit mit Popcorn-Duft in der Luft, das klingt verlockend, nicht?

Unser Tipp: Kino Vernissage Zermatt VS

Rituale für die Hochzeit: Räucherstäbchen oder Bunsenbrenner?

Einige riechen beim Wort «Ritual» den Duft von Räucherstäbchen, andere haben keine Vorstellung, was konkret dahinter steckt. Die Entwarnung vorab: Es handelt sich nicht um Hokuspokus. Wir erklären, wie Rituale eine Hochzeit bereichern können.

Ein Ritual ist eine Handlung, die etwas Besonderes zelebriert und ausdrückt. Worte sind dabei nebensächlich, es geht um die Symbolik und die Bedeutung der Handlung.

Der Tausch der Eheringe

Das bekannteste Hochzeitsritual ist der Ringtausch. So wie der Ring kein Ende hat, so endlos und beständig soll auch die Liebe zueinander sein. Das Tragen am linken Ringfinger symbolisiert zudem die direkte Verbindung zum Herzen.

Der Ringtausch ist ein klassisches Ritual, das oft Teil von freien Zeremonien ist. Die konkrete Umsetzung fällt jedoch ganz individuell aus. Einige Paare tausche keine Ringe, sondern wählen einen anderen Gegenstand, um ihre Verbundenheit auszudrücken. Oder die Ringe gleiten zuerst aufgefädelt an einem schönen Stoffband entlang allen Gästen. Diese geben unterwegs ihre Wünsche für das Paar symbolisch mit auf dem Weg. Zudem werden dadurch auch die Gäste Teil der Ringsymbolik und sind durch das Band alle miteinander und mit dem Brautpaar verbunden.

Persönlicher Bezug

Bei der Gestaltung von Ritualen gibt es keine Grenzen. Besonders bereichernd wird es, wenn Handlungen mit persönlichem Bezug integriert werden. Ein passendes Ritual wertet nicht nur die Zeremonie auf, unter Umständen schafft es auch etwas Nachhaltiges. Eine Art Erinnerungsstück, das an den Hochzeitstag und das Eheversprechen erinnert.

So hantierte beispielsweise ein Ehepaar mit dem Bunsenbrenner an einer Zeremonie: Die Weinliebhaber versiegelten eine gute Flasche Bordeaux zusammen mit ihrem Eheversprechen in einer Kiste. Dies als Symbol für ihr langes Liebesglück. Falls dieses in Zukunft angezweifelt wird, gilt das Motto «Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch». Sie sollen die Kiste hervorholen, das Eheversprechen lesen und gemeinsam bei einem Glas Wein diskutieren, was zwischen ihnen steht.

Rituale bringen zum Ausdruck, was Worte nicht so schnell und einfach können. Und Liebe in Worten auszudrücken, ist bekanntlich schwierig. Daher ist es naheliegend, dass Rituale für Hochzeiten perfekt geeignet sind.

Rituale dürfen ausgeklügelt und komplex sein. Sie müssen aber nicht. Wichtig ist, dass das Ritual zum Brautpaar passt und sie den Sinn darin spüren. Hokuspokus versteckt sich nicht dahinter. Wir als Zeremonienleitende zaubern jedoch liebend gerne individuelle Rituale und schaffen damit eine besondere Erfahrung, die in Erinnerung bleibt.