JA-Worte. Das Traumich-Magazin.

An dieser Stelle veröffentlicht das Traumich-Team Einblicke in die wunderbare Welt der freien Trauungen.

Hochzeit ohne Ehering: Fünf Alternativen

Viele verheiratete Paare tragen Eheringe als Symbol ihrer Verbundenheit. Die Kreisform steht für die Unendlichkeit ihrer Liebe. Dass nicht nur ein Ring am Finger ein Zeichen für die ewige Liebe setzt, zeigen fünf Alternativen.

Fehlendes Edelmetall am Ringfinger lässt nicht darauf schliessen, dass die entsprechende Person unverheiratet ist. Während einige Paare ganz auf ein symbolisches Zeichen der Liebe verzichten, wählen andere eine der folgenden fünf Alternativen:

Armbänder
Eine Kette um das Handgelenk ist prominent platziert und dadurch wie der klassische Ehering immer im Blickfeld. Zudem ist die Symbolik eines Bandes gleichbedeutend mit jener des Rings. Ein Armband lässt betreffend Material und Gestaltung viel Freiraum. Nebst Edelmetallen ist auch Leder beliebt. Eine individuelle Gravur ist auf beiden möglich. Wer an der Hochzeit das «tie the knot» wortwörtlich nimmt, kann sich Armbänder selber knüpfen. Das lässt sich stimmig als Teil eines Rituals in die Zeremonie einbinden.

Manschettenknöpfe
Eine ausgefallene Idee für Menschen, die im Alltag gerne Hemden tragen. Stets im eigenen Blickfeld aber dennoch dezent. Die Vielfalt ist schier unendlich und Goldschmiede bieten mittlerweile wieder individuelle Einzelstücke an, da Manschettenknöpfe in den letzten Jahren an Popularität gewannen.

Uhren
Eine Uhr ist primär funktional und praktisch, wir tragen sie aber ebenso als Schmuckstücke um das Handgelenk. Wieso nicht das Praktische mit Symbolkraft verbinden und die Uhr zum «Ehering» machen? Mit einer Gravur kann die Uhr personalisiert werden.

Tattoos
Besonders mutige und schmerzfreie Paare schwören sich nicht nur ewige Liebe, sondern setzen mit einem Tattoo auch ein Zeichen für die Ewigkeit. Tätowiert werden nicht nur Ringe oder Symbole am Finger. Einige lassen sich als Liebesbeweis an anderen Körperstellen kunstvolle Tattoos stechen.

Halsketten
Zwar ist eine Kette um den Hals weniger im eigenen Blickfeld als ein Ring oder Armband, aber dafür ist sie umso näher am Herzen. Einige wählen diese Variante auch, um den klassischen Ehering aufgefädelt an einer Halskette zu tragen.
 

Übrigens: Historisch betrachtet überreichte der Mann den Ehering an seine Frau, um ihr damit zu beweisen, dass er ihre Mitgift erhalten hat. Egal für was sich Paare entscheiden, es ist heute ein rein visuelles Symbol ihrer Verbundenheit.

Rituale für die Hochzeit

Einige riechen beim Wort «Ritual» den Duft von Räucherstäbchen, andere haben keine Vorstellung, was konkret dahinter steckt. Die Entwarnung vorab: Es handelt sich nicht um Hokuspokus. Wir erklären, wie Rituale eine Hochzeit bereichern können.

Ein Ritual ist eine Handlung, die etwas Besonderes zelebriert und ausdrückt. Worte sind dabei nebensächlich, es geht um die Symbolik und die Bedeutung der Handlung.

Der Tausch der Eheringe

Das bekannteste Hochzeitsritual ist der Ringtausch. So wie der Ring kein Ende hat, so endlos und beständig soll auch die Liebe zueinander sein. Das Tragen am linken Ringfinger symbolisiert zudem die direkte Verbindung zum Herzen.

Der Ringtausch ist ein klassisches Ritual, das oft Teil von freien Zeremonien ist. Die konkrete Umsetzung fällt jedoch ganz individuell aus. Einige Paare tausche keine Ringe, sondern wählen einen anderen Gegenstand, um ihre Verbundenheit auszudrücken. Oder die Ringe gleiten zuerst aufgefädelt an einem schönen Stoffband entlang allen Gästen. Diese geben unterwegs ihre Wünsche für das Paar symbolisch mit auf dem Weg. Zudem werden dadurch auch die Gäste Teil der Ringsymbolik und sind durch das Band alle miteinander und mit dem Brautpaar verbunden.

Persönlicher Bezug

Bei der Gestaltung von Ritualen gibt es keine Grenzen. Besonders bereichernd wird es, wenn Handlungen mit persönlichem Bezug integriert werden. Ein passendes Ritual wertet nicht nur die Zeremonie auf, unter Umständen schafft es auch etwas Nachhaltiges. Eine Art Erinnerungsstück, das an den Hochzeitstag und das Eheversprechen erinnert.

So hantierte beispielsweise ein Ehepaar mit dem Bunsenbrenner an einer Zeremonie: Die Weinliebhaber versiegelten eine gute Flasche Bordeaux zusammen mit ihrem Eheversprechen in einer Kiste. Dies als Symbol für ihr langes Liebesglück. Falls dieses in Zukunft angezweifelt wird, gilt das Motto «Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch». Sie sollen die Kiste hervorholen, das Eheversprechen lesen und gemeinsam bei einem Glas Wein diskutieren, was zwischen ihnen steht.

Rituale bringen zum Ausdruck, was Worte nicht so schnell und einfach können. Und Liebe in Worten auszudrücken, ist bekanntlich schwierig. Daher ist es naheliegend, dass Rituale für Hochzeiten perfekt geeignet sind.

Rituale dürfen ausgeklügelt und komplex sein. Sie müssen aber nicht. Wichtig ist, dass das Ritual zum Brautpaar passt und sie den Sinn darin spüren. Hokuspokus versteckt sich nicht dahinter. Wir als Zeremonienleitende zaubern jedoch liebend gerne individuelle Rituale und schaffen damit eine besondere Erfahrung, die in Erinnerung bleibt.