JA-Worte. Das Traumich-Magazin.

An dieser Stelle veröffentlicht das Traumich-Team Einblicke in die wunderbare Welt der freien Trauungen.

Eine noch persönlichere Zeremonie

Unser Ziel als Zeremonienleitende ist stets, das Paar und seine ganz persönliche Geschichte als roten Faden in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen. Wir machen individuelle, massgeschneiderte Zeremonien, die sich nicht kopieren lassen. Noch ein Stück persönlicher wird eine Zeremonie, wenn Freunde und Familienmitglieder einbezogen werden.


Zur eigenen Hochzeit lädt man die Menschen ein, die einem am nächsten am Herzen sind. Langjährige Freundinnen, Familienmitglieder, die soziale Familie, allerbeste Freunde. Das sind in der Regel auch die Menschen, die uns am allerbesten kennen. Es ist immer besonders, wenn diese Menschen an Hochzeiten einen eigenen Beitrag leisten.

Alles hat seine Zeit

Eine Zeremonie hat einen abgesteckten Rahmen, auch zeitlich. In ihrem Zentrum steht die Entscheidung zweier Menschen füreinander, ihr unbedingtes Ja und der Wunsch, eine gemeinsame Zukunft zu leben. Auch wenn eine Zeremonie locker und humorvoll sein darf, sie ist immer auch ein würdevoller und feierlicher Anlass. Daher sind lustige Spiele, Diashows voller Kindheitsfotos oder Schnitzelbänke über die gemeinsame Jugend sowie ausschweifende Reden eher Beiträge für das Abendprogramm.

Wer Menschen aus dem eigenen Umfeld in die Zeremonie einbeziehen möchte, soll das allerdings unbedingt machen. Wir empfehlen Beiträge von 2, 3 Minuten. Für uns als Zeremonienleitende kann dies oft eine Bereicherung sein. Und dabei gehen mögliche Beiträge weit über konventionelle Reden hinaus.

Verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung

Klassischer Weise werden Cousinen, kleine Geschwister oder Neffen gerne als Blumenkinder engagiert – oder als Ringbringer. Überbringer von Symbolen wie Ringen oder ähnlichem sind auch gerne die Trauzeugen oder andere nahe Menschen. Auch gerne mal das Haustier.

Darüber hinaus haben wir jedoch schon viele andere Formen der Beteiligung Dritter erlebt. Gerne geben wir hier ein paar Tipps ab.

  • Die Beteiligung Anwesender
    Gäste können einbezogen werden, indem sie am Ringritual oder anderen Wunsch-Ritualen teilnehmen. Sie können Wünsche an das Brautpaar richten, in symbolischer oder verbaler Form – gerne auch in Form eines dynamischen Flashmobs. Es kann mit den Gästen gemeinsam gesungen, ein Baum gepflanzt oder ein Feuer entfacht werden. Schön kann es auch sein, wenn beispielsweise die Kennenlern-Geschichte des Paars von jemandem nacherzählt wird, der oder die effektiv dabei war.
     
  • Die Beteiligung von Kindern
    Kindern wird oft schnell langweilig während der Zeremonie. Ihnen kann man spezielle Aufgaben zukommen lassen; sie können Seifenblasen pusten, Wunschzettel malen/schreiben oder eben Blumen streuen (und gerne auch wieder einsammeln).
     
  • Die Beteiligung Abwesender
    Immer wieder kommt es vor, dass eigentlich wichtige Personen an der Hochzeit nicht teilnehmen können – sei es, weil sie zu weit weg wohnen, zu gebrechlich sind oder gar bereits verstorben. Diese Menschen kann man dennoch einbeziehen – man kann ihnen gedenken, für sie eine Kerze anzünden oder sie mit einer persönlichen Geschichte in diesen wichtigen Tag einbeziehen.

So frei wie die Zeremonie, so offen sind auch die Formen der Beteiligung Dritter. Sprecht uns an, wir bringen unsere Ideen und Erfahrungen auch in diesem Punkt gerne mit ein.

 

Hochzeit ohne Ehering: Fünf Alternativen

Viele verheiratete Paare tragen Eheringe als Symbol ihrer Verbundenheit. Die Kreisform steht für die Unendlichkeit ihrer Liebe. Dass nicht nur ein Ring am Finger ein Zeichen für die ewige Liebe setzt, zeigen fünf Alternativen.

Fehlendes Edelmetall am Ringfinger lässt nicht darauf schliessen, dass die entsprechende Person unverheiratet ist. Während einige Paare ganz auf ein symbolisches Zeichen der Liebe verzichten, wählen andere eine der folgenden fünf Alternativen:

Armbänder
Eine Kette um das Handgelenk ist prominent platziert und dadurch wie der klassische Ehering immer im Blickfeld. Zudem ist die Symbolik eines Bandes gleichbedeutend mit jener des Rings. Ein Armband lässt betreffend Material und Gestaltung viel Freiraum. Nebst Edelmetallen ist auch Leder beliebt. Eine individuelle Gravur ist auf beiden möglich. Wer an der Hochzeit das «tie the knot» wortwörtlich nimmt, kann sich Armbänder selber knüpfen. Das lässt sich stimmig als Teil eines Rituals in die Zeremonie einbinden.

Manschettenknöpfe
Eine ausgefallene Idee für Menschen, die im Alltag gerne Hemden tragen. Stets im eigenen Blickfeld aber dennoch dezent. Die Vielfalt ist schier unendlich und Goldschmiede bieten mittlerweile wieder individuelle Einzelstücke an, da Manschettenknöpfe in den letzten Jahren an Popularität gewannen.

Uhren
Eine Uhr ist primär funktional und praktisch, wir tragen sie aber ebenso als Schmuckstücke um das Handgelenk. Wieso nicht das Praktische mit Symbolkraft verbinden und die Uhr zum «Ehering» machen? Mit einer Gravur kann die Uhr personalisiert werden.

Tattoos
Besonders mutige und schmerzfreie Paare schwören sich nicht nur ewige Liebe, sondern setzen mit einem Tattoo auch ein Zeichen für die Ewigkeit. Tätowiert werden nicht nur Ringe oder Symbole am Finger. Einige lassen sich als Liebesbeweis an anderen Körperstellen kunstvolle Tattoos stechen.

Halsketten
Zwar ist eine Kette um den Hals weniger im eigenen Blickfeld als ein Ring oder Armband, aber dafür ist sie umso näher am Herzen. Einige wählen diese Variante auch, um den klassischen Ehering aufgefädelt an einer Halskette zu tragen.
 

Übrigens: Historisch betrachtet überreichte der Mann den Ehering an seine Frau, um ihr damit zu beweisen, dass er ihre Mitgift erhalten hat. Egal für was sich Paare entscheiden, es ist heute ein rein visuelles Symbol ihrer Verbundenheit.

Abseits der Kirche: Besondere Orte zum Heiraten

228 Eheleute hat das 20-köpfige Team von «Traumich» im vergangenen Jahr begleitet. Die Spezialisten für freie Trauungen gestalten individuelle Hochzeitszeremonien und verraten ebenso einzigartige Orte für ein aussergewöhnliches Fest.

Auf dem Campingplatz

Ein Fest in ungezwungener Atmosphäre draussen in der Natur. Die Kinder spielen auf der Wiese und die Erwachsenen sitzen bis in die frühen Morgenstunden vor dem knisternden Lagerfeuer. Die Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort sorgen dafür, dass die Gäste länger am Fest verweilen. Eine Hochzeit auf einem Camping- oder Zeltplatz ist nicht nur gemütlich, sondern auch finanziell attraktiv.

Unser Tipp: Camping Wagenhausen TG

 

An der Universität

Viele Paare lernen sich während der Studienzeit kennen. Wieso nicht in alten Erinnerungen schwelgen und die Feier auf dem Gelände der Universität veranstalten? Es muss natürlich nicht im stieren Vorlesungssaal sein, sondern beispielsweise in der Bibliothek oder dem Garten. Nur wenige Universitäten vermieten diese Räume offiziell. Auf Anfrage ist allerdings Einiges möglich.

Unser Tipp: Haus der Universität Bern BE

 

In einem Schwimmbad

Wer im Sommer heiratet, kann an einem sonnigen Tag ganz schön ins Schwitzen kommen. Da wäre allen Gästen eine Abkühlung recht. Wer auf dem Areal eines Schwimmbades feiert, kann diesem Wunsch nachkommen. Auf der Einladung beim Dresscode die Badekleidung nicht vergessen.

Unser Tipp: Seebad Enge ZH

Unser Tipp für trockene Füsse: Neubad Luzern LU

 

Auf einer Insel

Es muss nicht die ferne Südsee sein, auch in der Schweiz gibt es traumhafte Inseln. Nicht nur die Feier auf dem Eiland klingt romantisch, sondern auch die Überfahrt mit Boot. Weisse Sandstrände und Muscheln gibt es zwar nicht, aber Feriengefühle wecken die kleinen Inseln trotzdem.

Unser Tipp: Schwanau Lauerz SZ

Unser Tipp im Süden: Isole di Brissago TI

 

In einem Museum

Viele Museen sind zentral aber dennoch idyllisch gelegen, architektonisch interessant gebaut und verfügen über eine gute Infrastruktur. Ideale Voraussetzungen für ein aussergewöhnliches Hochzeitsfest.

Unser Tipp: Mühlerama Zürich ZH

Unser nicht ganz so zentraler Tipp: Vitra Campus Weil am Rhein DE

 

Im Kino

Ein «Happy End» ist nicht nur Hollywood vorbehalten. Auch in der Schweiz lässt es sich filmreif feiern. Statt einer langweiligen Fotoshow rattert die Liebesgeschichte packend über die Leinwand oder rührt als romantische Schnulze zu Tränen. Eine Hochzeit mit Popcorn-Duft in der Luft, das klingt verlockend, nicht?

Unser Tipp: Kino Vernissage Zermatt VS

Rituale für die Hochzeit: Räucherstäbchen oder Bunsenbrenner?

Einige riechen beim Wort «Ritual» den Duft von Räucherstäbchen, andere haben keine Vorstellung, was konkret dahinter steckt. Die Entwarnung vorab: Es handelt sich nicht um Hokuspokus. Wir erklären, wie Rituale eine Hochzeit bereichern können.

Ein Ritual ist eine Handlung, die etwas Besonderes zelebriert und ausdrückt. Worte sind dabei nebensächlich, es geht um die Symbolik und die Bedeutung der Handlung.

Der Tausch der Eheringe

Das bekannteste Hochzeitsritual ist der Ringtausch. So wie der Ring kein Ende hat, so endlos und beständig soll auch die Liebe zueinander sein. Das Tragen am linken Ringfinger symbolisiert zudem die direkte Verbindung zum Herzen.

Der Ringtausch ist ein klassisches Ritual, das oft Teil von freien Zeremonien ist. Die konkrete Umsetzung fällt jedoch ganz individuell aus. Einige Paare tausche keine Ringe, sondern wählen einen anderen Gegenstand, um ihre Verbundenheit auszudrücken. Oder die Ringe gleiten zuerst aufgefädelt an einem schönen Stoffband entlang allen Gästen. Diese geben unterwegs ihre Wünsche für das Paar symbolisch mit auf dem Weg. Zudem werden dadurch auch die Gäste Teil der Ringsymbolik und sind durch das Band alle miteinander und mit dem Brautpaar verbunden.

Persönlicher Bezug

Bei der Gestaltung von Ritualen gibt es keine Grenzen. Besonders bereichernd wird es, wenn Handlungen mit persönlichem Bezug integriert werden. Ein passendes Ritual wertet nicht nur die Zeremonie auf, unter Umständen schafft es auch etwas Nachhaltiges. Eine Art Erinnerungsstück, das an den Hochzeitstag und das Eheversprechen erinnert.

So hantierte beispielsweise ein Ehepaar mit dem Bunsenbrenner an einer Zeremonie: Die Weinliebhaber versiegelten eine gute Flasche Bordeaux zusammen mit ihrem Eheversprechen in einer Kiste. Dies als Symbol für ihr langes Liebesglück. Falls dieses in Zukunft angezweifelt wird, gilt das Motto «Regen lässt das Gras wachsen, Wein das Gespräch». Sie sollen die Kiste hervorholen, das Eheversprechen lesen und gemeinsam bei einem Glas Wein diskutieren, was zwischen ihnen steht.

Rituale bringen zum Ausdruck, was Worte nicht so schnell und einfach können. Und Liebe in Worten auszudrücken, ist bekanntlich schwierig. Daher ist es naheliegend, dass Rituale für Hochzeiten perfekt geeignet sind.

Rituale dürfen ausgeklügelt und komplex sein. Sie müssen aber nicht. Wichtig ist, dass das Ritual zum Brautpaar passt und sie den Sinn darin spüren. Hokuspokus versteckt sich nicht dahinter. Wir als Zeremonienleitende zaubern jedoch liebend gerne individuelle Rituale und schaffen damit eine besondere Erfahrung, die in Erinnerung bleibt.

Nein, wir sind keine Pfarrer

Wir sind weder Standesbeamte noch Pfarrerinnen. Wir sind Zeremonienleitende. Oder Traurednerinnen. Oder MC’s. Oder Hochzeitsmoderatorinnen? Oder Geschichtenerzähler? Für uns gibt es keinen festen Begriff. Aber wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung von unserer Arbeit.

Obwohl man ja keinen redaktionellen Artikel mit einer Verneinung beginnen sollte, die Fakten trotzdem mal so vorneweg: Als Mitarbeitende im Traumich-Team haben wir keinerlei rechtliche Handhabe, euch zu trauen. Weder vor Gott, Allah, Jehova, Brahma oder dem Gesetz.

Wir sind die Alternative

Das ist aber auch schon die einzige Einschränkung unserer Aufgabe.

Immer mehr Paare entscheiden sich, abseits der Kirche zu heiraten. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Und dennoch möchten viele nicht auf den zeremoniellen Akt verzichten – schliesslich soll die Hochzeit einer der wichtigsten Tage im Leben sein.

Und just hier kommen wir zum Zug. Wir sind die Alternative zum Pfarrer. Oder die Ergänzung zur Standesbeamtin. Wir sind dazu da, der Vermählungszeremonie zweier Liebenden einen passenden und persönlichen Rahmen zu geben. Damit wir das tun können, treffen wir uns eingehend mit "unseren" Paaren. Wir lernen sie kennen. Ihre Geschichte, ihre Träume, ihre Wünsche. Was wir lernen über diese Menschen, die persönlichen und berührenden und bewegenden Geschichten, packen wir in die passenden Worte.

Der richtige Rahmen

Mit diesen Worten führen wir durch die Zeremonie, die wir in Zusammenarbeit mit dem Paar massgeblich mitgestalten. Es gibt Paare mit sehr genauen Vorstellungen ihrer Zeremonie und andere, die sich freuen über unseren reichen Erfahrungsschatz.

In der Regel finden wir einen roten Faden, der uns leitet und der für die Geschichte des Paares sinnvoll ist. Wir begrüssen die Brautleute und ihre Gäste, wir erinnern uns mit ihnen gemeinsam an grosse und kleine Momente in der Beziehung. Wir flechten die eine oder andere Anekdote mit ein (es darf gern gelacht werden), beziehen uns auf in der Zeremonie gespielte Lieder. Wir flechten passende Zitate ein oder rezitieren Liebesgeschichten, die zugeschnitten sind auf das Paar (und natürlich darf auch geweint werden).

Selbstverständlich binden wir auch rituelle Teile in die Zeremonie ein. Fast jedes Paar möchte ein Ja-Wort sprechen – aber eben nicht vor Gott, sondern eher voreinander oder vor den anwesenden Liebsten. Viele Paare möchten auch einen Ring oder ein anderes symbolisches Stück austauschen. Andere wünschen sich darüber hinaus ein verbindendes Ritual, das ganz nach ihrem Geschmack ist. All diese Wünsche erfüllen wir gerne und nehmen das Paar dabei an die Hand.

Pragmatismus und Emotion

Es ist eine emotionale Aufgabe, die wir haben. Wir sind Märchenerzählerinnen und Wunscherfüller, Menschenverbinder und Unterhalterinnen. Gleichzeitig wir sind auch ganz pragmatisch dafür zuständig, dass sich die Gemeinschaft aufgehoben fühlt, dass wir im Zeitplan bleiben, dass wir ein Mikrofon vor Ort vorfinden, dass wir uns mit den Musikerinnen und Sängern absprechen und sicherstellen, dass die Ringe vor Ort sind. Ein bisschen sind wir also auch Tätschmeister während der Zeremonie.

Wie eingangs gesagt, ganz einfach ist es nicht, das passende Wort für unsere Tätigkeit zu finden. Und jede und jeder aus unserem Team setzt die Prioritäten anders und bringt die eigene Persönlichkeit in die Zeremonie ein. Uns gibt es nicht von der Stange. Was uns aber alle verbindet, ist die Freude an der Liebe und den Wunsch, diese Liebe zu feiern – ganz individuell und ganz auf die Paare zugeschnitten.

Willst Du mich heiraten?

Kaum ein Moment im Leben eines Paares ist so aufregend wie der Moment des Heiratsantrags. Sagt der andere wirklich ja? Habe ich an alles gedacht? Was, wenn mein Plan misslingt? Wird es peinlich? Aufregung ist schön und prickelnd. Aber wir meinen: Macht euch nicht verrückt!

Wie habt ihr euren Valentinstag verbracht? Unbeachtet jenseits aller romantischen Konventionen? Gemeinsam mit eurem Lieblingsmenschen? Oder habt ihr den bedeutungsschwangeren Tag vielleicht sogar genutzt, um die Fragen aller Fragen zu stellen?

Abenteuer Antrag

Zu den wunderbaren Seiten unseres Jobs als Zeremonienleiterinnen und Zeremonienleiter gehört es, uns Liebesgeschichten anzuhören. Und davon kriegen wir nie genug. Wenn wir uns mit »unseren« Pärchen treffen und nach den Geschichten ihrer Liebe fragen, bekommen wir die unterschiedlichsten Abenteuer zu hören – und was nie fehlt, ist die Geschichte des Antrags.

Diese Geschichten können sehr lustig sein. Wie die des potenziellen Bräutigams, der seiner Liebsten auf dem Perron bei der Einfahrt ihres Zuges einen romantischen Antrag mit Kniefall machen wollte. Wo zwei Minuten vor Ankunft noch kein Mensch stand, wurde er aber plötzlich von Horden fremder Menschen überrascht, die durcheinanderwuselten, ein- und aussteigen wollten, und ihn verliess dann doch der Mut – obwohl dies schon sein dritter Anlauf für einen Antrag war.

Oder die des missglückten Antrags in London. Er hatte mit dem Hotel abgesprochen, dass sie doch bitte das Zimmer romantisch herrichten sollten. Der Ring war eingepackt, die Nervosität gross. Als sie nach anstrengender Reise das Zimmer bezogen und sie das rosenblattbedeckte Bett sah, musste sie nur lachen und erst einmal auf Toilette. Von romantischer Stimmung keine Spur.

Manchmal sind es auch ganz kleine Geschichten. Wie die des Paares, die unter anderem durch ihre Leidenschaft zu Bergen tief verbunden sind. Bei einer gemeinsamen Wanderung zückte er plötzlich einen Anhänger, den er aus einem mitgebrachten Stein einer anderen Wanderung hatte machen lassen und hielt ganz privat und leise um ihre Hand an.

Jede Geschichte ist anders

Es gibt sie alle. Die lauten, öffentlichen Anträge im Kreise bekannter oder unbekannter Menschen. Die Anträge, die in eine gemeinsame Geschichte verwoben sind, mit einem Spiel kombiniert, die Auflösung einer Schnitzeljagd zum Beispiel. Es gibt die Anträge mit Kniefall und eisgekühltem Champagner am Strand, aber auch die spontanen beim dritten Bier an der Bar. In jedem Fall markieren sie einen wichtigen Abschnitt. Dieses JA ist das erste Ja in einer Serie von Zustimmungen, an deren Ende eine gemeinsame eheliche Zukunft steht.

Daher ist es nicht erstaunlich, dass dieses Ja mit ganz vielen Unsicherheiten und mit einer grossen Nervosität verbunden ist. Durch unsere Erfahrung merken wir aber immer wieder: Je persönlicher ein Antrag ist, je zugeschnittener auf das Gegenüber, desto schöner. Es braucht oft keinen Pomp, keine grosse Kelle, kein Hallenstadion. Sondern vor allem den tiefen Blick in Augen und Herzen.

Dies sind tolle Geschichten. Sie rühren uns zu Tränen, bringen uns zum Lachen, lassen uns immer wieder in Erstaunen versinken. Jeder Antrag ist eigen und individuell, in unseren unzähligen Liebesgeschichten kam es noch nie vor, dass eine Antragsgeschichte der anderen gleicht. Mit einem Augenzwinkern werfen wir aber gern in die Runde: Liebe Frauen, es muss übrigens nicht immer der Mann sein, der fragt.

Die beliebtesten Hochzeitslieder im Jahr 2017

Keine Hochzeitszeremonie ohne Musik. Doch welche Lieder sind bei Schweizer Brautpaaren am beliebtesten? Als Spezialisten für freie Trauungen wollen wir es genau wissen und halten Jahr für Jahr fest, welche Hochzeitslieder unsere Brautpaare für ihre Zeremonien wählen.

Im Vergleich zu 2016 gab es keine grösseren Überraschungen. Als einzigen Neueinstieg in die Top 10 verzeichnen wir den guten alten Richi Wagner (1813 - 1883) mit seinem Smash-Hit "treulich geführt" – auch bekannt als Hochzeitsmarsch

 

  • Das beliebteste Hochzeitslied ist wie im Vorjahr «All of Me» von John Legend. Jedes siebte Brautpaar in der Schweiz hat dieses Lied während seiner freien Trauung erklingen lassen.
  • Dicht auf den Fersen folgt Christina Perry  mit ihrer Ballade «A Thousand Years».
  • Mit «Ja» von Francine Jordi und «Ewigi Liebi» von QL schafften es immerhin zwei schweizerdeutsche Songs in die Top 10


Die Top 10 im Überblick:

Platz 1:       «All of Me» von John Legend  (16x gespielt)

Platz 2:        «A Thousand Years» von Christina Perry (12x)

Platz 3:        «Thinking Out Loud» von Ed Sheeran (9x)

Platz 4:        «Auf uns» von Andreas Bourani
                       «A Moment Like This» von Leoana Lewis
                       «River Flows in You» von Yiruma (je 6x)

Platz 7:       «You Raise me Up» von Westlife (5x)
                       «Hallelujah» von Leonard Cohen 

Platz 9:       «Ja» von Francine Jordi
                       «Ewigi Liebi» von QL
                       «Treulich geführt» von von Richard Wagner (Hochzeitsmarsch)
                       «Everything I Do (I Do It For You)» von Brian Adams 
                       «How Long Will I Love You?» von Ellie Goulding

 

Die ganze Liste mit 192 Songs gibt's auf Nachfrage bei mail@traumich.ch

 

Ps. Damit Musik ihre volle Kraft entfaltet, empfehlen wir übrigens immer, sie an Zeremonien live spielen zu lassen – sei es von talentierten Freunden und Verwandten oder gar von engagierten Profis. Eine kleine, aber feine Auswahl dazu findet sich hier auf unserer Website

 

Euer ganz persönliches Liebeslied

Bei Hochzeiten wie bei Musik gilt: Stimmungsvoll + persönlich = berührend. Auf Basis dieser simplen Gleichung hat die Berner Musikerin Alva Lün ein tolles Angebot entwickelt: Sie trifft Brautpaare zum Gespräch, lässt sich von deren Geschichte berühren und kreiert daraus einen Song – ein persönliches Liebeslied.

Alva Lün versteht es, ihre Eindrücke und Einblicke zu poetischen Geschichten zu verdichten und diese passend zu vertonen. Die Paare erhalten eine professionelle Studioaufnahme „ihres“ Songs. Und falls sie möchten, performt die Singer-Songwriterin das Lied live an der Hochzeitszeremonie. Gänsehautmomente sind da garantiert.

Mehr über die Arbeitsweise und die Motivation der sympathischen Liedermacherin steht auf ihrer brandneuen Website www.alvalun.com.


Ps. Wer Alva Lün und eine Traumich-Zeremonie gemeinsam bucht, kriegt auf Anfrage einen Spezialpreis. 

Cool bleiben in Schale

Schick in Schale und ohne durchgeschwitztes Hemd – fünf Tipps, wie du als Bräutigam selbst Rekordtemperaturen locker wegsteckst. Ein Gastbeitrag von Fabian Ringwald

Als Bräutigam willst du am Hochzeitsfest in deinem Outfit den ganzen Tag eine gute Figur machen.  Es soll nicht nach den ersten Minuten bereits verknittert wirken und soll nicht ständig verrutschen. Und – vor allem im Sommer ganz wichtig – es soll nicht nach kurzer Zeit bereits durchgeschwitzt sein. Dafür gibt's ein paar ganz einfache Tricks:

1. Wähle ein Hemd aus Baumwolle und verzichte auf Bügelfreiheit.
Bei der Wahl des Hemdes steht im Alltag oft Bequemlichkeit im Vordergrund. Männer greifen zum bügelfreien Hemd, frisch aus der Waschmaschine direkt tragbar. Simpel, einfach, effizient. Was im Büro dank Klimaanlage noch leidlich funktioniert, geht kaum noch, wenn man sich am Tag der Tage von der Zeremonie bis zum Apéro im Festsaal und letztlich zur Party auf die Tanzfläche bewegt. Das überfordert jedes bügelfreie Hemd. Der Grund liegt in der Beschichtung des Stoffes: Damit wird zwar dafür gesorgt, dass das Hemd glatt fällt, gleichzeitig wird aber die natürliche Atmungsaktivität des Stoffes verringert. Besonders im Sommer und bereits bei leichter Bewegung schwitzt man damit schnell.

2. Ein Hemd aus festem Stoff hält länger durch
Im Sommer greifen wir gerne zu feinen und dünnen Hemden. Der Nachteil dieser leichten Stoffe ist, dass sie wenig Spielraum für die Regulierung des Körperklimas bieten. Bereits beim leichtesten Schweissausbruch bilden sich unschöne, sehr sichtbare Flecken. Ideal ist darum ein Stoff aus festerer Baumwolle (170-200gr). Der etwas dickere Stoff erhöht ganz stark die Fähigkeit des Hemdes zur Klimaregulierung und macht es für Schweissflecken schwerer (aber noch nicht unmöglich) sichtbar zu werden. Tipp: Diese Art von Hemd gibt es bei Anbietern von Masskonfektionshemden oft günstiger als übliche Marken-Businesshemden.

3. Eine Schicht unter dem Hemd garantiert das perfekte Klima
Es mag sich überraschend anhören, gerade im Sommer: Aber eine extra Schicht unter dem Hemd zu tragen fühlt sich nicht unbedingt wärmer an, reguliert aber unser Körperklima ideal und lässt dem Schweiss kaum eine Chance. Wählt dazu ein eng anliegendes, farblich passendes T-Shirt mit V-Ausschnitt (sieht auch bei offenem Hemdkragen gut aus). Wichtig: Es sollte kurze Ärmel haben und die Achseln bedecken. Die erste Wahl ist hier ebenfalls 100% Baumwolle. Für die ganz besonders heissen Sommerhochzeitstage bietet sich ein T-Shirt aus atmungsaktiven Funktionsstoffen an.

4. Beim Anzug auf Kunststoffe verzichten
Markenanzüge im Einsteigersegment setzen oft auf Mischstoffe, die künstliche Fasern enthalten. Bei der Preisgestaltung schluckt der Aufschlag für den Markennamen dabei oft den (geringen) Aufschlag für ein gutes Tuch. Ein grosser Name auf dem Label macht noch keinen gut sitzenden Anzug und der höhere Anteil von Kunststoffen im Tuch wirkt ungünstig auf die Klimaregulierung. Als Bräutigam auf deiner Sommerhochzeit zerfliesst du unter dieser Art von Tuch sprichwörtlich. Hier gilt auch der Tipp mit der Masskonfektion: Oft günstiger als ein Markenanzug von der Stange und mit der Freiheit die Stoffqualität wählen zu können.

5. Der Kniestrumpf für das schicke Männerbein
Auch am Bein gilt: eine extra Schicht optimiert die Klimaregulierung. Mit der Wahl von leichten (Seiden-)Kniestrümpfen ergibt sich sogar ein Kühlungseffekt. Und als Bonus gegenüber kurzen Socken besticht die Ästhetik bei hochgerutschtem Hosenbein ganz ungemein. Der Kniestrumpf wirkt farblich abgestimmt wie die logische Fortsetzung des Hosenbeins. Der Bräutigam ist so in jeder Situation elegant und gut gekleidet.

 

Zum Autor: Fabian Ringwald, BeVino GmbH
Fabian ist Weinliebhaber und Anzugträger aus Leidenschaft. Seine eigene Sommerhochzeit mit über 40° im Schatten gab den Startpunkt – seitdem haben seine Tipps so manches Bräutigam-Outfit perfekt durch den Tag geleitet.

Kurs: «Eine Zeremonie für Freunde leiten»

Du wurdest von Freunden angefragt, ob du ihre Trauung gestalten könntest? Was für eine Ehre! Doch wie gehst du dies nun an? Wir haben ein tolles Angebot für dich: In einem eintägigen Workshop geben wir dir Einblick in die Tätigkeit eines Zeremonienmeisters und zeigen dir viele tolle Ideen und Möglichkeiten auf. Ausserdem teilen wir wichtige Tipps und Tricks mit dir und helfen dir, ein paar Fallstricke zu vermeiden.

Interessiert? Infos und Anmeldung auf Zeremonien-leiten.ch

Viel Gutes im 2017

2016 war ein grossartiges Jahr für das Traumich-Team. Unser Team ist gewachsen und wir durften so viele Paare auf ihrem Weg in die Ehe begleiten, wie noch nie zuvor. Nach einer langen Saison haben wir kurz vor der Jahreswende Rückschau gehalten und die berührendsten Momente miteinander geteilt. 

Und natürlich haben wir auch nach vorne geschaut und uns überlegt, wie wir unsere Paare im kommenden Jahr noch reicher beschenken können. Inspiriert und bestärkt in unserem Tun freuen wir uns auf neue Liebesgeschichten, auf eure Versprechen und eure Ja-Worte.

Wir gratulieren allen, die sich im kommenden Jahr das Ja-Wort geben werden und wünschen euch einen wunderbaren Start ins 2017 ! ! !

Bis bald,
euer Traumich-Team 

Die beliebtesten Hochzeitslieder im Jahr 2016

Keine Hochzeitszeremonie ohne Musik. Doch welche Lieder sind bei Schweizer Brautpaaren am beliebtesten? Als Spezialisten für freie Trauungen wollten wir es genau wissen und haben bei fast hundert Brautpaaren festgehalten, welche Hochzeitslieder sie gewählt haben. Entstanden sind die Traumich-Charts 2016 mit 137 Songs und einem klaren Sieger.

  • Das beliebteste Hochzeitslied ist «All of Me» von John Legend. Jedes siebte Brautpaar in der Schweiz wollte sich zu diesem Song das Ja-Wort geben.
  • Christina Perry («A Thousand Years»), Leonard Cohen («Hallelujah») und Yiruma («River Flows in You») folgen auf Platz 2.
  • Mit «Auf Uns» von Andreas Bourani und«Das Beste» von Silbermond schaffen es zwei deutschsprachige Songs in die Top7.

Die Top 7 im Überblick:

Platz 1:       «All of Me» von John Legend  (13x gespielt)

Platz 2:       «Hallelujah» von Leonard Cohen  
                       «A Thousand Years» von Christina Perry
                       «River Flows in You» von Yiruma (je 6x)

Platz 5:       «You Raise me Up» von Westlife (5x)

Platz 6:       «Auf uns» von Andreas Bourani (4x)

Platz 7:       «Happy» von Pharell Williams 
                       «Dir gehört mein Herz» von Phil Collins
                       «The Rose» von Bette Midler
                       «Thinking Out Loud» von Ed Sheeran
                       «Das Beste» von Silbermond (je 3x)

Hier geht's zur vollständigen Liste der Traumich Charts 2016

Ihr heiratet bald und sucht noch die passende Musik? Lasst euch von unserer Youtube-Playlist inspirieren. 

Genau was ihr sucht? Oder eher: "Not my style!"?
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Ps. Damit Musik ihre volle Kraft entfaltet, empfehlen wir übrigens immer, sie an Zeremonien live spielen zu lassen – sei es von talentierten Freunden und Verwandten oder gar von engagierten Profis. Eine kleine, aber feine Auswahl dazu findet sich hier auf unserer Website

 

Wenn Blumen sprechen

Blumen treffen wir heute auf jeder Hochzeit an. Meistens beschränkt sich ihre Rolle auf das stille Dasein als Dekoration im Hintergrund des Geschehens. Doch Blumen können mehr! Zum Beispiel genau dann, wenn die symbolträchtigen Geschöpfe aktiv in eine Zeremonie einbezogen werden. Wie das gehen kann, haben wir mit der Floristin Miriam Hans von Fleur Deluxe besprochen.

 

Blumen sind das Lächeln der Erde" hat Kalil Gibran mal geschrieben. Was bedeuten Blumen für dich?

Blumen bedeuten für mich sehr viel. Sie sprechen durch ihre Vollkommenheit und Schönheit. Ihr Anmut bezaubert und ihr Duft betört die Sinne. So wie Engel das Lächeln des Himmels sind, sind Blumen das Lächeln der Erde. Da sie massgeblich zu einer gelungener Feier beitragen, dürfen sie wie gutes Essen, Wein und Musik an keinem Hochzeitsfest fehlen!"


Welchen Stellenwert haben Hochzeitsfeste in deiner Tätigkeit?

Hochzeitsfeste sind so etwas wie die Krönung meiner Arbeit. Anhand eines Farb- und Gestaltungskonzept achte ich darauf, dass der Blumenschmuck mit den weiteren Elementen des Festes im Einklang steht. Das beginnt schon bei der Blumenauswahl. Jede einzelne Blumensorte wird in der passenden Farbe bestellt und gepflegt, bis die Blüten optimal offen sind. Jedes Blumenwerkstück ist ein Unikat und benötigt viel Zeit und Arbeit bis es perfekt ist. Nur schon in den Brautstrauss investiere ich ungefähr drei volle Stunden. Ich tue das gerne, denn die Hochzeitsfloristik hat für mich eine grosse emotionale Bedeutung.


Du sprichst die Bedeutung der Blumen an. Heutzutage sind die unterschiedlichen Symbolkräfte der Blumen ja etwas in Vergessenheit geraten...

...und das ist so schade! Mit Blumen lassen sich ganze Lebens- und Liebesgeschichte erzählen: Die weisse Lilie steht für Reinheit des Herzens. Die Rose, als Königin der Blumen, für die wahre Liebe. Und das Veilchen bürgt für Bescheidenheit, Treue und Unschuld. Ein aufmerksamer Zeremonienleiter könnte solche Details vielleicht in seine Rede einbauen?


Gute Idee! Wir als Zeremonienleitenden sind immer froh, wenn wir passende Elemente in die Liebesgeschichte unserer Brautpaare einflechten und mit Metaphern arbeiten können. Musik oder Poesie eignen sich dazu hervorragend. Warum nicht auch mal Blumen? Wir nehmen diese Anregung gerne auf.

In jede einzelne meiner Kreationen gebe ich sehr viel Liebe und Achtsamkeit und versuche sie so zu gestalten, dass sie zum Brautpaar passen. Mich würde das riesig freuen, wenn diese Blumenwerke für einen Moment ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt würden.  


Verrätst du uns zum Schluss noch das Geheimnis eines perfekten Blumenstrausses?

Das Geheimnis ist es wohl, mit der richtigen inneren Haltung zu arbeiten: Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich bei aller Achtung vor der Aufgabe doch immer ganz verspielt und natürlich vorgehe. Ich lasse mich von meiner Intuition leiten und bleibe an etwas dran, bis ich spüre, dass es perfekt ist. Jede Blüte muss in die richtige Richtung schauen, es soll aber zufällig aussehen – das ist die grosse Kunst. Im Gefüge hat alles seinen Platz. Im Detail sieht das die Kundschaft vielleicht nicht, aber im Gesamtwerk ist es spürbar. Der schönste Moment für mich als Floristin ist es, wenn die Braut mit Tränen in den Augen die Blumen bestaunt und sagt, dass es noch schöner sei, als sie es sich vorgestellt hat. 


Vielen Dank für das Gespräch, Miriam. Wir hoffen, dich bald wieder an einem Hochzeitsfest zu treffen!

 

Zum Angebot von Miriam Hans:
www.fleurdeluxe.ch