JA-Worte. Das Traumich-Magazin.

An dieser Stelle veröffentlicht das Traumich-Team Einblicke in die wunderbare Welt der freien Trauungen.

Zeremonien selber gestalten

Es ist fraglos eine schöne Idee, seine Hochzeitszeremonie von einer engen Freundin oder einem guten Kumpel leiten zu lassen. Bloss gestaltet sich das in der Praxis nicht ganz so einfach. Wir zeigen auf, wo die Fallstricke liegen, geben ein paar Tipps und bieten erstklassige Unterstützung für das Gelingen dieser ehrenvollen Aufgabe.

Die erste Schwierigkeit besteht darin, die geeignete Person zu finden. Redegewandt und verantwortungsvoll sollte sie sein. Dazu sympathisch im Auftreten und angenehm im Ausdruck. Und – das ist das Wichtigste – sie sollte Lust und Freude haben, diese Rolle zu übernehmen und am Hochzeitsfest für ein paar Augenblicke im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen.

Ist die Person auserkoren, so gilt es, sie so früh wie möglich anzufragen. Erstens steigt dadurch die Chance, dass sie dann noch keine Ferien gebucht hat. Zweitens kann sie sich so genügend Bedenkzeit für ihre Antwort ausbedingen. Und drittens wird sie die zusätzliche Vorbereitungszeit gut gebrauchen können – eine Hochzeitszeremonie plant sich nicht im Handumdrehen.

Vielleicht hilft es der Person zu wissen, dass die oder der Zeremonienleiter keine volle Stunde am Stück sprechen muss. Schliesslich gibt es zahlreiche Elemente, welche sorgfältig ausgewählt und zu einem stimmigen Ganzen arrangiert werden dürfen: Musikalische Intermezzi, ein Liebesbekenntnis des Bräutigams, die Ringübergabe, ein Eheversprechen, Rituale aus der Lebenswelt des Brautpaares und nicht zu vergessen: Beiträge von Trauzeugen und Gästen.

Zu letzteren ein paar Tipps: Es ist die Aufgabe des oder der Zeremonienleiterin, die Auftritte von Gästen und Trauzeugen zu koordinieren. Wer gebeten wird, etwas zur Zeremonie beizutragen, wünscht sich ebenfalls, dies frühzeitig zu erfahren. Anschliessend ist es ratsam, sich bezüglich Länge und Inhalt der geplanten Beiträge vorab zu informieren – je nach dem passen sie vielleicht eher zum abendlichen Bankett als zu einer romantischen Vermählung?

Sind die Rollen einmal verteilt und die Inhalte mit Braut und Bräutigam genau abgesprochen, so gilt es, sich gewissenhaft auf den grossen Tag vorzubereiten – damit das Brautpaar sich in Ruhe um die unzähligen anderen Sachen kümmern kann, die eine Hochzeit mit sich bringt.


Unser Angebot:

In einem ganztägigen Workshop vermitteln Profis von Traumich Tipps und Tricks zum Leiten von Zeremonien. Das Angebot richtet sich an Laien, die Unterstützung und Anregungen suchen oder eine geplante Zeremonie üben und besprechen möchten. Der Workshop beinhaltet zusätzlich ein einstündiges persönliches Coaching zu einem frei wählbaren Zeitpunkt vor der Trauung. 

Die Workshops sind auf 4 Personen limitiert. 

 

Die Daten der nächsten Workshops sind:

 – Samstag, 10. April 2021
 – Samstag, 23. Oktober 2021
–  Samstag, 16. April 2022

Ort: Seminarhaus Flörli, Olten (Florastrasse 21)
Zeit: 09:00 – 16:00
Preis: CHF 480.- (inkl. umfassenden Unterlagen)


Information und Anmeldung: mail@traumich.ch oder direkt über die Website der Zeremonien-Akademie.

Die Liebe bleibt

Euer grosses Fest ist geplant, ihr seid voller Vorfreude. Alles ist organisiert: die Location, das Essen, die Fotografin, die Musik, der Trauredner. Die Einladungskarten sind versandt, die Ringe sitzen tadellos, Hochzeitskleid und Anzug hängen im Schrank. Ja, sogar die Hochzeitsreise ist gebucht. Und jetzt – Corona! 

Wir mögen die Fragen gar nicht aufzählen, die sich euch jetzt stellen. Ihr steht vor ganz neuen Entscheidungen, die euch niemand abnehmen kann. Wir sehen vier Optionen:

  1. Die Hochzeit weiterhin planen wie bisher 
  2. Die Hochzeit verschieben
  3. Die Hochzeit absagen, was vielleicht einer Verschiebung auf unbestimmte Zeit gleichkommt
  4. Eine Alternative finden

Das Traumich-Team gibt euch gerne ein paar Denkanstösse, wie es jetzt weitergehen könnte. Bitte seid euch aber darüber im Klaren, dass dies hier keine Rechtsberatung ist und diese Denkanstösse natürlich jederzeit an die aktuelle Lage angepasst werden müssen. 

 

1. Die Hochzeit weiterhin planen wie bisher 

Auch wenn der Termin für euer grosses Fest nicht in die Zeitdauer fällt, in der private Veranstaltungen ab einer gewissen Grösse verboten sind (momentan bis 19. April), kommt ihr kaum um die Frage herum: Wollen wir abwarten und hoffen, dass sich die Situation bis zu unserem Fest wieder normalisiert oder sagen wir besser jetzt bereits ab und planen um? Auch wenn ihr euch für Ersteres entscheidet und vorerst am Datum eurer Feier festhalten wollt, ist es wichtig, dass ihr mit allen involvierten Personen sprecht: informiert sie über eure Gedanken, über eure Fragen, über eure Optionen und/oder über euer geplantes Vorgehen. Es ist gut möglich, dass bereits ab Mai private Anlässe wie Hochzeiten wieder stattfinden dürfen – wenn auch vielleicht in einem leicht angepassten Rahmen (vgl. Punkt 4). 


Nicht in allen Bereichen wird es aber wohl so einfach sein, wie bei euer freien Trauung: Die Vorbereitungen hierzu lassen sich nämlich auch gänzlich online organisieren. Kennenlern- oder Planungstreffen via Skype oder Zoom? Kein Problem! Eure Traurednerin / euer Trauredner von Traumich wird euch hierzu gerne geeignete Szenarien und Möglichkeiten vorschlagen. 

(Und falls ihr euch unabhängig vom Corona-Virus bereits gefragt habt, was eigentlich passiert, wenn wichtige Dienstleistende wie z.B. der Trauredner oder die Traurednerin ausfallen: Wenn ihr eine Person von Traumich engagiert habt, ist unser Team jederzeit als „Back-Up“ da!) 
 

2. Die Hochzeit verschieben

In einem altem Märchen lernt ein König den wichtigsten Satz für sein Regieren: „Das geht vorbei.“ So wird es hoffentlich auch mit der Infektionswelle bei Corona sein, auch wenn sie Opfer fordert. Mögen wir eines Tages zurückschauen und sagen: “2020, das war doch der Corona-Frühling!“ Niemand weiss, wann dieser Tag sein wird. Doch wenn eure Hochzeit nicht zum geplanten Zeitpunkt stattfinden kann oder soll, hindert euch nichts und niemand daran, den Termin auf einen Tag, der euch jetzt sicher scheint, zu verschieben. Natürlich kann das mit Kosten verbunden sein: Sprecht mit euren Dienstleistern, schaut in die Verträge. Vielleicht verfallen Anzahlungen, vielleicht sind Stornogebühren fällig. Die gedruckten Einladungskarten sind vielleicht obsolet – es sei denn, ihr werdet kreativ und ändert das Datum von Hand oder mit einem schicken Aufkleber.

Wenn ihr euch für eine Zeremonienleiterin oder einen Trauredner aus dem Traumich-Team entschieden habt, fragt nach. Wir sind kulant: wenn wir auch an eurem neuen Termin für euch da sein dürfen, bleibt eure Anzahlung natürlich bestehen.
 

3. Die Hochzeit absagen bzw. auf unbestimmte Zeit verschieben

Möglicherweise habt ihr gute Gründe, für einen längeren Zeitraum auf die Hochzeit zu verzichten – Schwangerschaft, Hausbau, familiäre Ereignisse oder einfach das Gefühl, dass das Universum gerade für euch auf die Bremse tritt. Falls dem so ist, so nutzt den Moment zum Abwarten und neu Denken. 

Natürlich kann es auch in diesem Fall sein, dass ihr schon Anzahlungen geleistet habt, die jetzt verfallen. Traumich kann und darf hier keine Rechtsberatung leisten und empfiehlt euch deshalb, in jedem Fall mit euren Dienstleistern zu sprechen. Wenn ihr absagt – egal aus welchem Grund –, sind Erstattungen in jeglicher Form immer eine Frage der Vertragsgestaltung und natürlich der gegenseitigen Kulanz. Wir von Traumich versprechen euch, dass wir alles daran setzen, mit euch gemeinsam eine faire und umsetzbare Lösung zu finden. 
 

4. Eine Alternative finden

Die gegenwärtige Situation kann auch ein guter Moment sein, noch einmal über das „Wie“ eures Hochzeitsfests nachzudenken. Wie wäre es, wenn jeder von euch ganz entspannt in sich hineinhorcht und ihr anschliessend gemeinsam nochmals über die Bücher geht? Jeder könnte für sich detailliert festhalten, wie ihr bzw. sein Traum-Hochzeitstag aussieht. Vom ersten Augenaufschlagen am Morgen bis zu dem Moment, wo ihr beide glücklich und verheiratet ins Bett sinkt. Schreibt es auf, seid ehrlich zu euch selbst, notiert, was euch wirklich wichtig ist. Und dann vergleicht. Und staunt. Und stellt fest, was für euch beide stimmt. Was muss sein? Was könnte auch ganz anders sein? … Weniger Gäste? Statt der aufwändigen Location eine Wiese, statt 5-Sterne-Catering eine Mitbring-Party? Gar keine Gäste, dafür nur ihr zwei, eure Traurednerin bzw. Trauredner und ein Ritual, das euch auf ganz unvergleichliche Weise verbindet? Oder irgendetwas dazwischen. 

Ja, auch hier kommt ihr aus den eingegangen vertraglichen Verpflichtungen wohl nicht ganz ohne Kosten heraus. Dafür könnt ihr euch jetzt sicher sein, dass ihr einen aussergewöhnlichen Rahmen für eure Hochzeit gefunden habt, der rundum zu euch und zur aktuellen Lage passt. Die meisten aus unserem Team haben schon das eine oder andere Mal solch ganz intime Zeremonien geleitet, und wir wissen: Das ist absolut unvergleichlich und unvergesslich schön!
 

Das Traumich-Team ist für euch da …

Ja, ihr müsst entscheiden. Und ihr seid nicht allein. Eure Rednerin, euer Redner aus dem Traumich-Team hilft mit klugen Fragen, die beste Lösung für EUCH zu finden. Sprecht sie oder ihn an, wir sind für euch da. Und eines ist ja sonnenklar: Was immer das Leben gerade macht - eure Liebe, die bleibt!
 

Roswitha & das ganze Traumich-Team

Eine noch persönlichere Zeremonie

Unser Ziel als Zeremonienleitende ist stets, das Paar und seine ganz persönliche Geschichte als roten Faden in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen. Wir machen individuelle, massgeschneiderte Zeremonien, die sich nicht kopieren lassen. Noch ein Stück persönlicher wird eine Zeremonie, wenn Freunde und Familienmitglieder einbezogen werden.


Zur eigenen Hochzeit lädt man die Menschen ein, die einem am nächsten am Herzen sind. Langjährige Freundinnen, Familienmitglieder, die soziale Familie, allerbeste Freunde. Das sind in der Regel auch die Menschen, die uns am allerbesten kennen. Es ist immer besonders, wenn diese Menschen an Hochzeiten einen eigenen Beitrag leisten.

Alles hat seine Zeit

Eine Zeremonie hat einen abgesteckten Rahmen, auch zeitlich. In ihrem Zentrum steht die Entscheidung zweier Menschen füreinander, ihr unbedingtes Ja und der Wunsch, eine gemeinsame Zukunft zu leben. Auch wenn eine Zeremonie locker und humorvoll sein darf, sie ist immer auch ein würdevoller und feierlicher Anlass. Daher sind lustige Spiele, Diashows voller Kindheitsfotos oder Schnitzelbänke über die gemeinsame Jugend sowie ausschweifende Reden eher Beiträge für das Abendprogramm.

Wer Menschen aus dem eigenen Umfeld in die Zeremonie einbeziehen möchte, soll das allerdings unbedingt machen. Wir empfehlen Beiträge von 2, 3 Minuten. Für uns als Zeremonienleitende kann dies oft eine Bereicherung sein. Und dabei gehen mögliche Beiträge weit über konventionelle Reden hinaus.

Verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung

Klassischer Weise werden Cousinen, kleine Geschwister oder Neffen gerne als Blumenkinder engagiert – oder als Ringbringer. Überbringer von Symbolen wie Ringen oder ähnlichem sind auch gerne die Trauzeugen oder andere nahe Menschen. Auch gerne mal das Haustier.

Darüber hinaus haben wir jedoch schon viele andere Formen der Beteiligung Dritter erlebt. Gerne geben wir hier ein paar Tipps ab.

  • Die Beteiligung Anwesender
    Gäste können einbezogen werden, indem sie am Ringritual oder anderen Wunsch-Ritualen teilnehmen. Sie können Wünsche an das Brautpaar richten, in symbolischer oder verbaler Form – gerne auch in Form eines dynamischen Flashmobs. Es kann mit den Gästen gemeinsam gesungen, ein Baum gepflanzt oder ein Feuer entfacht werden. Schön kann es auch sein, wenn beispielsweise die Kennenlern-Geschichte des Paars von jemandem nacherzählt wird, der oder die effektiv dabei war.
     
  • Die Beteiligung von Kindern
    Kindern wird oft schnell langweilig während der Zeremonie. Ihnen kann man spezielle Aufgaben zukommen lassen; sie können Seifenblasen pusten, Wunschzettel malen/schreiben oder eben Blumen streuen (und gerne auch wieder einsammeln).
     
  • Die Beteiligung Abwesender
    Immer wieder kommt es vor, dass eigentlich wichtige Personen an der Hochzeit nicht teilnehmen können – sei es, weil sie zu weit weg wohnen, zu gebrechlich sind oder gar bereits verstorben. Diese Menschen kann man dennoch einbeziehen – man kann ihnen gedenken, für sie eine Kerze anzünden oder sie mit einer persönlichen Geschichte in diesen wichtigen Tag einbeziehen.

So frei wie die Zeremonie, so offen sind auch die Formen der Beteiligung Dritter. Sprecht uns an, wir bringen unsere Ideen und Erfahrungen auch in diesem Punkt gerne mit ein.